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Moin,

kennt jemand das von mir oben genannte Plugin?
Ist das cool?
Hat jemand mal ne Demo oder ne Kritik im Internet oder irgendwas dazu??
meinst du NI Akoustik Piano?
Nein... das NI Elektrik Piano
nee ich habs Smile

Zitat:Test: Native Instruments - Elektrik Piano

Das Elektrik Piano von Nativeinstruments ist eine virtuelle Version der legänderen E-Pianos Fender Rhodes Mk1 und Mk2, Wurlitzer A200 und Hohner Clavinett. Ob es den Vergleich mit seinen Vorgängern stand hält zeigt folgender Testbericht.

Bevor wir uns mit dem Elektrik Piano selber beschäftigen, wollen wir erst noch ein wenig Geschichtsunterricht geben und seine Vorbilder vorstellen:

Fender Rhodes

Dieses wegen dem geringen Gewicht von unter 100 kg als tragbares Piano gedachtes Instrument wurde von Harold Rhodes in den 40er Jahren entwickelt. Seine große Bekanntheit erhielt es aber, nachdem sich Rhodes mit Fender zusammenschlossen hat, worin auch der heutige Name Fender Rhodes seinen Ursprung hat. Die vollkommen mechanische Klangerzeugung beruht auf einem Hammer - ähnlich dem des Klaviers - der auf eine Stimgabel-artige Metallzunge schlägt. Über eine kleine Spule (die als Tonabnehmer fungiert) wird das Signal aufgenommen. Fender Rhodes benötigen kein Netzteil oder Stromanschluss, müssen aber verstärkt werden. Es gab verschiedene Modelle, die sich hauptsächlich in der Anzahl der Tasten - 54, 73 und 88 - unterschieden. Erwähnenswert ist noch eine Version mit eingebautem Verstärker (Suitcase). Fender Rhodes gab es in zwei Varianten: Mk 1 und Mk2, die sich aber klanglich nur wenig unterscheiden.

Fender Rhodes Mark II - DAS E-Piano schlechthin, steht heute für den Vintage Sound der 70er Jahre

Wurlitzer A 200

Die Idee diese Saitenlosen-Pianos (später E-Piano), dass heute nur schlichtweg als Wurlitzer bekannt ist, stammt von Ben F. Meissner. Er meldete schon in den dreißiger Jahren diverse Patente an. Meissner hatte die Idee, jede Seite eines normalen akkustischen Klaviers mit elektrischen Tonabnehmern zu versehen und so den Klang zu verstärken. Um den Klang durchsetzungsfähiger zu machen (heute würde man wohl "fetter" sagen), entwickelte er um die Seiten ein System aus kleinen Röhren durch die er Luft blies. Die Idee weckte das Interesse diverser Piano Hersteller und wurde letztlich an die Everett Piano Company verkauft, die allerdings aus der anfänglichen Idee eines elektrischen Pianos eine elektrische Orgel machten. Das Konzept erreichte aber auch die Firma Wurlitzer, welche hauptsächlich Musikboxen (neudeutsch: Jukebox) und Orgeln herstellte. Hier hat man das Potential der Erfindung erkannt. Die Saiten wurden ganz entfernt und durch Röhren (engl. Reeds) ersetzt, die durch einen filzüberzogenen Hammer angeschlagen wurden - woraus der weiche, obertonreiche Klang resultiert: Das Wurlitzer Electric Piano war geboren.

Die ersten Geräte erschienen 1950. Sie waren mit internen Lautsprechern ausgestattet, und hatten nur zwei Regler: Lautstärke und die Geschwindigkeit des eingebauten Tremolos. Wegen der Lautsprecher und aufgrund ihres geringen Gewichtes (knapp die Hälfte von den Fender Rhodes) waren die Geräte bei den Musikern sehr beliebt. Gerade durch Ray Charles' "What I'd Say" (1959) erlangte das Wurlitzer einen enormen Beliebtheitsschub. Legendär sind heute das A100 und das A200, wovon sich letzteres auch im NI Elektrik Piano wieder findet.

Hohner Clavinets E7

Das Clavinet wurde Anfang der 70er durch Ernst Zacharias von Hohner entwickelt, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, klassische Musikinstrumente zu "elektrisieren". Das Clavinett startete seinen Feldzug als eine von Zacharias "verrückten" Erfindungen. Das Prinzip der Klangerzeugung ist hier gänzlich anders als bei Rhodes und Wurlitzer (die ja auf ähnliche Weise funktionieren). Es ist der Klangerzeugung eines Cembalos weitaus ähnlicher, denn im Clavinett findet man noch echte Saiten, was natürlich auch den Nachteil mit sich zieht, dass man es stimmen muss. Die Saiten werden nicht wie beim Cembalo gezupft, sondern über kleine Hammerartige Plastikköpfe angerissen. Unter den Saiten befinden sich Single-Coil Tonabnehmer, die denen einer normalen E-Gitarre nicht unähnlich sind. Daher hat das Clavinet auch seinen damaligen Spitznamen "Stratocaster of the Keyboards".

Auch bei Hohner gab es damals mehrere Modelle. DAS legendäre Clavinett war das D6, das noch aus Holz gefertigt war. Am weitesten verbreitet war das E7, welches ein Gehäuse aus Metall und Kunststoff sowie einige Verbesserungen der Stromkreise zur Rauschverminderung erhielt. Letzteres wird wohl auch der Grund dafür sein, weswegen sich NI nicht für das bekanntere Modell entschieden hat...

Prinzip

Wie sonst von Native Instruments gewohnt, ist das Elektrik Piano kein emulierter und gemodelter Synthie Sound á la B4, sondern reiner sample basierter Player. NI folgt hier dem allgemeinen Trend weg vom Sampler hin zu maßgeschneiderten Sample-Playern. Ob man diesen Trend positiv betrachtet oder nicht, muss jeder für sich entscheiden und mag an anderer Stelle diskutiert werden. Die Samples des Elektrik Piano liegen im Kontakt-Format vor, lassen aber leider mit Kontakt selber nicht öffnen, was den ersten Eindruck etwas trübt.

Installation

Die Installation verlief recht unspektakulär. Wie immer bei NI bietet der Installer den Luxux, die PlugIns gleichzeitig für mehrere Host-Applikationen zu installieren und auch eine Stand-Alone Version wird auf die Platte kopiert. Schade ist allerdings, dass Native Instruments jetzt auch zu der relativ user-unfreundlichen Praxis übergegangen ist, die Software erst über Internet aktivieren zu müssen. Das ganze läuft zwar relativ unkompliziert ab, ist aber doch nicht unbedingt angenehm, wenn man die Music Workstation nicht am Netz hängen hat. Das ist wohl der Preis, den die Usergemeinde für die vielen Raubkopien zahlen muss... Schade, dass es soweit gekommen ist...

Bedienung

...diese gestaltet sich denkbar einfach. Die Oberfläche besteht - wie sollte es auch anders sein - aus einem Vintagemäßig gestalteten Rhodes-Verschnitt. In der Mitte hat man ein Display mit einigen Buttons, mit dem man die Presets auswählen kann. Das Elektrík Piano hat 8 Programmspeicherplätze, in die man die einzelnen Patches laden kann. Mit den Knöpfen F1..F8 kann man dann zwischen diesen hin- und herschalten. Sehr schön ist auch, dass man das PlugIn auch in einem Performance-Modus nutzen und die einzelnen Speicherplätze über verschiedene MIDI-Kanäle ansprechen kann, so dass man für mehrere verschiedene Sounds in einem Arrangement nicht mehrere Instanzen des gleichen PlugIns öffnen muss.
Links hat man vier Drehregler mit denen man abhängig vom gerade gewählten Preset verschiedene Einstellungen, wie Stereo-Width (sehr praktisch), Tremolo-, oder Phaser Speed, sowie RReverb und EQing steuern kann. Das spontane Ablesen gestaltet sich allerdings etwas schwierig, da man (anscheinend um Platz zu sparen) die Beschriftung von 0 bis 4 und von 6 bis 10 angegeben ist, bei der 5 ist eine Lücke (siehe Screenshot). Ist zwar nett anzusehen, ist aber recht irritierend. Wenn man mit einem flüchtigen Blick die Position ablesen will, muss man sich erstmal orientieren, wo die Null und Maximalstellung ist.

Auf der rechten Seite befinden sich Regler für Volume, Pan und Tuning, sowie ein VU-Meter sehr praktisch ist auch eine kleine Anzeige über den aktuellen Speicherverbrauch und die aktuelle CPU-Auslastung.
Ein großes Manko ist die Performance, das Elektric Piano ist sehr (!) Speicher-hungrig und die Ladezeiten der einzelnen Patches sind dementsprechend hoch. Es ist allerdings schon ein Patch erschienen, welches Streaming von Platte ermöglicht (das ganze nennt sich DFD Direct From Disk). Wir empfehlen, dieses Patch auf jeden Fall zu installieren, da es gerade die Ladezeiten erheblich reduziert.
Die Einstellungen unter Options sind - wie bei NI gewohnt - relativ umfangreich ausgefallen. Es ist sogar möglich, das VSTi über die Computer-Tastatur zu spielen - eine durchaus sinnvolle Option, wenn man unterwegs ist und am Laptop arbeitet. Sehr schön ist auch die Einstellung der Velocitiy-Kurve, die dadurch erleichtert wird, dass der aktuell über die MIDI-Tastatur gespielte Wert in Echtzeit in der entsprechenden Kurve angezeigt wird. Ansonsten lassen sich noch Pitchband, Transpose und Keyrange einstellen und - sollte man das DFD-Update installiert haben noch einige Optionen zu Puffer und Speicher.

Sound & Presets

Last but not least - der Klang, mitunter der wichtigste Faktor für eine Sample-Library. Das Elektrik Piano klingt... nun, sagen wir mal so: schließt man die Augen und spielt z.B. die Fender Rhodes Mk2 auf einer halbwegs passablen Tastatur, kann man schon fast den leicht modrigen Geruch eines alten 70er Motown-Studios wahrnehmen...
Die Sounds sind mit sehr viel Liebe gesamplet und es macht wirklich Spaß, mit diesem "Instrument" zu spielen. Nimmt man beispielsweise das EP-1 zum Vergleich (welches ja komplett auf virtuelles Sound-Modelling setzt), klingt das Elektrik Piano eher etwas härter, dreckiger und vintage-mäßiger. Sowas lässt sich aber beim Sampling einfach nicht vermeiden, da Wurlitzer, Rhodes und Clavinett einfach immer unterschiedlich klingen. Jedes Instrument ist hier soundmäßig ein Unikat.
Was uns auch sehr gefallen hat, sind die unterschiedlichsten Presets. Von balladigen Rhodes mit fettem Chorus über funkgige angephaste Claves bis hin zu einem alten verschrebelten Wurlitzer, bietet NI hier alles, was das Vintage-Herz begehrt. Die Effekte sind alle von guter Qualität und runden das ganze Konzept stimmig ab.

Handbuch

Das Handbuch ist leider sehr enttäuschend. Auf eine gebundene Hochglanz-Version (wie sonst von NI gewohnt) hat man verzichtet. Gerade mal 40 Seiten erhält man in der broschierten Ausgabe. Das Papier ist billigst und der Druck hat allemal Kopier-Qualität. Auch vom Inhält hätte man mehr erwarten können. Die Installation und die einfache Bedienung sind zwar mehr als ausführlich beschrieben, allerdings wirkt das ganze etwas lieblos. Hintergrund-Infos zu den verschiedenen Instrumenten sucht man - wie auch ein paar persönliche Worte über die Erstellung der Library - vergeblich. Auch eine Liste der Presets mit einer kurzen Erklärung wäre sicher nicht verkehrt gewesen.

Fazit

Genialer Sound, einfache Bedienung - das Elektrik Piano ist sicherlich eines der besten VSTis von Native Instruments. Man hat nicht nur alle drei Klassiker (Fender Rhodes, Wurlitzer und Clavinett) unter einer Oberfläche, man bekommt hier überdies ein virtuelles Instrument, das über eine reine Sample-Library hinausgeht. Gerade die einzelnen Effekt-Presets sind sehr gut gelungen und machen das Elektrik Piano zu einem PlugIn, das in keinem Studio fehlen sollte. Einzig die Performance trübt das Bild ein wenig. Hier empfehlen wir auf jeden Fall das DFD-Update von der Native Instruments Homepage zu installieren, das dieses Manko teilweise behebt. Größere Probleme sollte es aber auch hier nicht geben, da es wohl unwahrschlich ist, dass man in einem Arrangement sonderlich viele Instanzen benötigt.

Quelle: http://www.2sound.de/artikel-ni-elektrik...-test.html
Kwwwwwelle?????
http://www.native-instruments.com/index....ikpiano_us

Demo anscheinend nicht, aber Demosongs...
Ha, ich hab hier nen echtes E7 BigSmile
Und an mein Mark II kommt keine Software ran!

(sorry, soviel prollen muss sein)

Hab auf der Musimesse ne Vorführung von dem Elektrik Piano gesehen. Also, wenn man weiß, wie man mit solchen Instrumenten umgeht, kann auch die Simulation rocken (is meine Meinung). Ob's genau wie das Vorbild klingt is ne andere frage...
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