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Normale Version: Demo verschicken?
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Verfasst am: 17.10.2005, 23:29 von SonicAddict

SonicAddict schrieb:Hi all,

wollte mal fragen, ob jemand von euch schon Erfahrungen gesammelt hat in Sachen Demos an Labels verschicken?

Was ich mir so vorgestellt hab: Eine CD mit drei oder vier songs, natürlich die Erfolgversprechendsten. Kurzes Schreiben zu einem Selbst.

Und sonst? Macht das Sinn, an mehrere Labels gleichzeitig zu schicken? Worauf sollte man noch achten?

Danke für Tipps und Hinweise!


Viele Grüße,
SonicAddict

Filthy schrieb:Hi SonicAddict,

über deine Frage wurde schonmal in nem anderen Forum diskutiert, habe dir mal das wesentliche rauskopiert, vielleicht hilft dir das ja schonmal ein bisschen weiter.

lg filthy

****
Ich setze mich jetzt einfach mal auf die andere Seite des Tisches und bin der Empfänger Deiner Post.
Also, als erstes interessiert mich schon die Person oder Personen, die etwas von mir wollen. Ein formloses Schreiben gibt mir da nicht viel Eindruck. Auch zu formal haut mich da nicht vom Hocker. Es muss also mein Interesse an den Bewerber erzeugen, darf aber auch nicht mit Phrasen wie "Mein ganzes Leben ist die Musik" oder "Ich habe schon immer Musik gemacht" enthalten. Das schreiben ca 5000 Leute vorher schon.
Vergeliche Dich auch nicht mit anderen z.B. "meine Musik klingt wie ...." <= OK, mag sein aber den gibt es schon und somit braucht man nicht noch einen ....
Stelle Dich dar wie Du bist und mache neugierig auf Deine Tracks. Ansonsten kommt es garnicht erst zum Anhören.
Ach ja die Tracks. Es macht keinen Sinn 10 Stücke auf ner CD zu schicken wo vielleicht das 5. der Supertrack ist.
Nummer 1 muss schon reinhauen ansonsten landen die restlichen ungehört im Container.
Vergiss nicht, dass die Leutz tausende CD', Bänder, Kassetten etc. als Bewerbung bekommen und keine Lust haben die Dinger nach guten Stücken zu durchsuchen. Wenn das Anspielen nicht gleich wirkt, war es das und der nächste Bewerber ist dran.
Fazit : Das Anschreiben muss zum Anhören animieren und Interesse an Dich wecken - Formlos ist da vollkommen ungeeignet.
Das Demo muss gleich am Anfang reinhauen - ein 20 Titel Sampler ist vergebene Liebesmüh.

A&Rs haben oft wenig Zeit und überfliegen die Anschreiben, sowie Bios und oft werden die Bios auch anfänglich überhaupt nicht beachtet. Also schön knapp schreiben (das Wichtigste in kurze Sätze packen) und statt einer ausführlichen Bio, erstmal eine Timeline erstellen, also sozusagen einen tabellarischen, musikalischen Werdegang. Als Zusatz darunter würde ich die Option vermerken, dass bei Interesse auch eine ausführliche und pressefertige Biografie vorliegt, die jederzeit auf Anfrage nachgereicht werden kann. So kann sich der A&R schnell ein Bild von Dir machen, ohne sich durch lange Texte zu lesen.

Zu Deiner Musik würde ich eine eindeutige Stilrichtung angeben. Sprüche wie "ist einmalig" oder "ich kümmere mich nicht um Schubladen" können leicht in der Weise interpretiert werden, dass es für Deine Musik keinen Markt gibt. Allerdings würde ich mich auch nicht (wie ja bereits erwähnt) 1:1 mit einer anderen Band vergleichen, sondern schon in einem Nebensatz die eigene Individualität hervorheben. Nur muss es eben zu einer gängigen Musikrichtung passen.

Wenn Du musikalische Erfahrungen vorzuweisen hast, würde ich die im Lebenslauf unterbringen, aber dabei auf dem Teppich bleiben (wenn Du Live-Erfahrungen hast oder im ein oder anderen seriösen Musik-Contest gut abgeschnitten hast, wird das bestimmt nützlich sein).
Auch würde ich zuschreiben, was Du bisher außerhalb der Musik gemacht hast (Ausbildung? Studium? Jobs? Womit verdienst Du aktuell Dein Geld?). Auch wenn das nichts mit der Musik zu tun hast, kann das dem Leser zeigen, dass Du zuverlässig und flexibel bist. Unter Umständen zeigen Deine Jobs, dass Du wirklich bereit bist, zu arbeiten, und nicht bloß Dein Leben mit dem Ziel, Superstar zu werden, verträumt hast. Denn das Label will Deine Musik und im Idealfall auch Dich als Künstler vermarkten und erwartet dafür vollen Einsatz, nicht nur im Studio und auf der Bühne!

****

mgmusic schrieb:Ich habe mal eine Frage.
Ich habe einen Pop Song incl. Text geschrieben und auch mit Sängerin und allem was dazugehört produziert.
Ich würde gerne die Rechte an diesem Lied verkaufen und als Songwriter Fuß fassen. Soll ich als Songwriter auch einfach dieses Lied an ein Label schicken, oder wie läuft das?
Hat irgendjemand Erfahrung mit sowas?
Im Moment komponiere ich beruflich Musik für Computerspiele. Arbeite also im Auftrag für eine Firma. Deshalb habe ich mit sowas keine Erfahrung.
Wäre nett, wenn ein paar hilfreiche Tipps kommen würden.
Danke! LOL

SonicAddict schrieb:@ filthy: danke, das hilft mir schon mal weiter! Sonst noch jemand Tipps für mich?

Viele Grüße,
SonicAddict
Macht man das heutzutage nicht alles per email? Wär doch viel bequemer, den labels einen link auf ein mp3 zu schicken - auch für die ARs, die müssen dann keine Briefumschläge öffnen... Smile
Das Label stellt zwar u. a. aufgrund der illegalen Downloads den Betrieb ein, die Tipps sind aber relativ gut und auch auf andere Labels übertragbar.

http://www.dependent.de/de/demos.php
nunja klingt ja schon ma gut....also da ich ja instrumental mach...werd ich es ma probieren aber jetz noch nicht oder???? wees nich...bin mir unsicher....ich wart noch auf die reaktion auf mein gig ab der findet in 2 wochen statt...wenns positiv abläuft schick ich eins ab...
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